It’s my party

It’s my party

Wenn man freiwillig seinen Geburtstag allein am anderen Ende der Welt verbringt, wirft das um einen herum viele Fragen auf: totale Verzweiflung, verrückt geworden, Midlife Crisis?

 

Ich halte mein strahlendes Lachen von meinem Geburtstag Schnapschuss dagegen und sage nichts von alldem.

 

Wenn man sich für sich selbst und das neue Lebensjahr totale Freiheit wünscht, dann ist es überaus logisch in ein Land zu reisen mit unendlicher Weite. Zum Durchatmen, loslassen, glücklich grinsen.

Und so widme ich diesen Tag mir und dem was ich liebend gerne tue.

Ich stehe unglaublich früh auf, kurze Yoga-Session, viel Dankbarkeit für alles was ist, für alles was kommt.

Und dann startet mein Tripp: wieder mal ins Unbekannte. Flaues Gefühl, gemischt mit Vorfreude – mittlerweile so viel wertvoller als eine durchgefeierte Geburtstags-Party-Nacht.

 

Der erste Stopp führt mich zum Eumundi Market – ein ganz wunderbarer Ort, der mich ein bisschen an Ibiza erinnert. Von überall hört man leise Gitarren Musik, es riecht entweder nach Früchten, Grill oder Seife, herrliche gechillte Atmosphäre, glückliche Menschen.

Es gibt eine ganze Ecke nur mit Kartenlegerinnen und Wahrsagern, ich fühle mich kurz in Versuchung, stelle aber fest, ich brauche keine Aufheiterungs-Prognose oder Hinweise. Es ist gerade alles toll.

 

Zum Frühstück gibt es Avocado Toast und den bisher besten Aussie Kaffee mit Mandelmilch und Kakaoherz und einen neuen Hut.

 

Nächster Stop: Noosa!

Ich weiß, dass ich davon begeistert sein werde, ohne jemals da gewesen zu sein. Und es kommt wie es soll.

Und dann sitzt man da an seinem Geburtstag – am Strand – und lässt sich von den Pazifikwellen treiben.

 

Und ich weiß mein bester, größter Wunsch könnte nicht besser sein als dieser magische Moment.

 

Auf der Heimfahrt balanciere ich ein riesiges Stück Carrot Cake (aka mein Geburtstagskuchen) auf den Knien und gucke glücklich aus dem Fenster auf die Glass House Mountains. Die sind tatsächlich noch älter als ich.

Im Radio läuft Fleetwood Mac „Go your own way“ .

 

Es gibt Zeiten da geht man am besten alleine um am Ende sich selbst und die Freiheit im eigenen Herzen zu finden.

 

Umso schöner, wenn es da noch diese wunderbaren Menschen zu Hause gibt, die sich extra den Wecker stellen um pünktlich um Mitternacht in down under herzergreifende Nachrichten und Videos zu schicken oder dir morgens zum Aufwachen ein Ständchen durchs Telefon singen.

Wahrlich ein happy birthday!

 

0 Kommentare

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*