Eine Geschichte über das Loslassen

Eine Geschichte über das Loslassen

Ich habe mich oft gefragt, warum es einem manchmal so schwer fällt sich aus Situationen zu lösen oder sich von Menschen zu verabschieden, die einem offensichtlich nicht gut tun. Es gab Momente, da fühlte es sich an als würde ich mich regelrecht an meinem Unglück festklammern – wie ein Ertrinkender auf hoher See am letzten Rettungsring. Dabei war es ja genau das Unglück, dass mich in die Tiefe gezogen hat.

Sobald man mal angefangen hat darüber nachzudenken, dass es besser wäre etwas loszulassen, ist der Schritt zu sagen „ich wähle neu“ ja nicht mehr sonderlich weit. Das kostet nicht so viel Kraft, vielleicht nur ein bisschen Mut. Das was danach kommt ist die eigentliche Herausforderung und das was so viel Angst macht: da ist dann nämlich plötzlich nichts mehr außer Leere. Zwei freie Hände über einem Abgrund. Und Leere auszuhalten ist manchmal wirklich furchteinflößend, zumindest auf den ersten Blick.

 

Was tut man dahin wo das andere war? An was wird man denken, womit sich beschäftigen?

 

Dieses Problem hat mich lange begleitet, ich wollte eine Lösung, damit sich loslassen nicht mehr so anfühlt als würde sich das eiskalte Händchen ums eigene Herz legen.

Und dann dachte ich: wie wäre es an dieser Stelle meine imaginären Blumen zu pflanzen? Denn gerade wenn noch alles dunkel ist, ist es doch genau der richtige Zeitpunkt um was Neues zu säen.

Und wenn dann das Licht wieder zurückkommt, wächst auf der einst verbrannten Erde eine wunderschöne Blumenpracht. Alles frei, wild und bereit das Schöne einzuladen.

Denn letztendlich muss ja immer was gehen und Platz machen, damit was neues, wunderschönes entstehen oder zu einem kommen kann.

2 Kommentare

  1. OGR KRW 28 1 Jahr vor

    Die Antwort ist so einfach wie nachvollziehbar: die Angst vor der Veränderung!

    Der Mensch neigt dazu lieber unglücklich zu sein, als wirklich etwas an sich und in seinem Leben zu verändern. Der Beginn eines langen Leidenswegs. Darum:

    „Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always wished that for myself.“ (Steve Jobs)

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