Palm Cove – das unerwartete Paradies

Palm Cove – das unerwartete Paradies

Das Leben durchkreuzt hin und wieder unsere kleinen und kurzsichtigen Pläne. So kann ein Tropensturm alles auf den Kopf stellen, Straßen sperren, Busse ausfallen lassen und einen selbst durchwirbeln, obwohl man eigentlich gerade woanders ist. Tatsächlich ging mir der Sturm gehörig auf die Nerven, weil ich fest saß, Stunden am Laptop und/oder Handy verbrachte – bei bestem Wetter – und versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben, Stornokosten zu drücken und meine weitere Reise neu zu organisieren.

Irgendwann war ich so genervt, dass ich keine Lust mehr hatte und mir einfach nur einen Flug nach Cairns buchte, wo ich ursprünglich mit dem Bus hin wollte, ohne zu wissen wie es dort weitergehen sollte. Es war mir auch egal, ich wollte keine Pläne mehr schmieden, die von höheren Gewalten durchkreuzt werden könnten.

Im Nachhinein muss ich dabei an die Meeresschildkröte aus John Strelecky’s „Café am Rande der Welt“ denken, die nicht gegen die Wellen ankämpft, sondern sich mit der Welle ins Meer treiben lässt.

 

Ich war nun eine Schildkröte!

 

In Cairns angekommen verbrachte ich erst mal die Nacht am Flughafen bzw. davor, weil die Terminals über Nacht geschlossen wurden – gestrandet! Und die etwas andere Art von Abenteuer, aber es war mir egal. Ich lag auf einer Wiese, hörte Musik und wartete einfach auf den Morgen, der kommt ja immer.

Wie der Rest sich dann entwickelte, kann ich so genau gar nicht mehr sagen, vielleicht war es eine spontane Eingebung. Jedenfalls entschied morgens nicht wie geplant in Cairns zu bleiben, sondern nach Palm Cove zu fahren, von dem ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie was gehört hatte.

 

Und da bin ich nun an diesem wunderschönen Fleckchen Erde und bin einfach nur unfassbar glücklich, weil hier alles, wirklich alles so schön ist.

 

Lektion aus dieser Episode: das Leben macht uns immer wieder diese großartigen Geschenke! Auf den ersten Blick sind sie meistens alles andere als hübsch verpackt, schwer zu tragen und scheinen unnötig.

Aber letztlich geht es ums Annehmen und Durchhalten, damit man unter die Verpackung schauen kann und die wirkliche Schönheit entdeckt.

(Oder wie ein schlauer Mann mir ganz pragmatisch beigebracht hat: es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch für was gut ist 🙂 )

 

 

  • Where to go: Great Barrier Reef, Daintree Nationalpark, Kuranda

 

 

2 Kommentare

  1. Nathalie 5 Monaten vor

    Liebe Sarah – ich finde deinen Blog wunderbar – authentisch und voller Liebe <3.
    Bei deinen Australien-Posts war ich so neugierig, ob du auch mein australisches Zuhause genannt hast – und siehe da! Welche eine wunderschönes Zeit!
    Übrigens, bin ich nun nach Pilates auch dem Yoga verfallen. Eine tolle Mischung für die Verbindung von Seele und Körper. Wenn ich in deiner Nähe bin, werde ich sicher auch eine deiner Stunden besuchen!
    Alles Gute für dich – namaste – Nathalie xx

    • Autor
      Frau Licht 5 Monaten vor

      Hallo Nathalie, wie schön von dir zu hören und vielen Dank für deine lieben Worte!! <3
      Ich denke so super gerne an unsere netten Abende zurück, was hatten wir es schön! 😀
      Und klar, komm super gerne zum Yoga vorbei, wenn du hier bist, ich würde mich riesig freuen, wenn wir uns noch mal treffen könnten!
      Alles Liebe für dich!
      Namasté! 🙂

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