Der Ausflug ins La La Land

Der Ausflug ins La La Land

Auf unserem Flug in die USA  konnte man sich La La Land ansehen. Perfekte Einstimmung. Außerdem wollte ich kultiviert erscheinen zwischen den Bing Bang schauenden Sitznachbarn mit meinem Oscar-Preisträger. Nach 5 Minuten stieg ich wieder aus aus dem La La Land – völlig entnervt von dem Gesinge und Gehopse und einem unguten Gefühl bezüglich unseres L.A. Aufenthaltes. Was, wenn ich die Stadt auch nicht verstehe? Zerstörte Kindheitsträume und völlige Desillusionierung?

Und dann kam alles anders!

Nach ein paar sorglosen Tagen im gechillten Santa Barbara zog ich mit gemischten Gefühlen gen Großstadt. Wir wurden empfangen von Stau, Massen an Leuten und den nettesten Menschen der Welt. Man mag die Amerikaner im Allgemeinen und vielleicht sogar den Angelino im Besonderen (L.A. Einwohner – gelernt bei der Stadtrundfahrt, yeah!) für oberflächlich halten, aber mich trifft es direkt ins Herz, wenn mich jemand in Hollywood willkommen heißt oder mir einen safe trip wünscht. Und so ist es hier irgendwie mit allem: ich fühle mich richtig an diesem Ort und es ist genauso wie ich es mir erträumt habe – vielleicht sogar noch ein bisschen besser.

Unseren ersten richtigen L.A. Tag starten wir mit einer Stadtrundfahrt (Sandra + Dennis – Deutsche Reiseleiter in L.A.). Wir sind eine kleine Gruppe von gerade mal 9 Leuten, unterwegs in einem putzigen kleinen Bus, ausgestattet mit allen möglichen Technik Highlights und einem Reiseführer, der genau weiß, was er da tut.

Heißt: tausend Eindrücke eingepackt in 8 Stunden. Angefangen bei Downtown L.A., Griffith Observatorium, Hollywood Boulevard, Beverly Hills (inkl. BH 90210 Soundtrack, yeeees!!), Santa Monica, Venice Beach und dazwischen immer wieder jede Menge Background Informationen.

Wir fallen abends tot ins Bett und vor allem glücklich.

Am zweiten Tag heißt es wieder früh raus und los zu den Universal Studios (der frühe Vogel lohnt sich, direkt nach Eröffnung ist tatsächlich noch alles leer!). Für uns heißt das staunen, gucken und zwischendurch nass gespritzt werden. Ein großer Freizeitpark mit jeder Menge Kino Action. Mein Harry Potter Fan Herz findet Erfüllung in Hogsmeade in Olivanders Zauberstabladen, es gibt Butterbier und auf der Toilette tatsächlich auch eine Maulende Myrte. Herrlich, wie aus der Idee eines einzigen Menschen so viel Wunderbares entstehen kann.

Im Anschluss machen wir die Studiotour – man fährt mit einer Art Golf Caddy durch Filmkulissen und animierte Special Effects. Jede Menge Spaß, Geschrei und noch mehr Wasser.

Danach gucken wir bei den Simpsons, Walking Dead Zombies, den Minions und Jurrassic Park vorbei. Unterhaltung der besten Sorte, Zeitgefühl weicht nur für die Müdigkeit.

Wir fallen abends tot ins Bett, aber vor allem glücklich.

L.A. hätte mich noch Tage, vielleicht sogar Wochen erfreuen können, und für mich ist Hollywood wirklich eine Traumfabrik mit unendlich viel Platz für all die verrückten Visionäre, (Selbst-) Darsteller und ewigen Optimisten.

Das Glück lässt sich hier manchmal einfangen, auch wenn die Straßenränder oft von Elend gesäumt sind.

Ich weiß nicht um was es in La La Land tatsächlich geht, ich habe etwas von Romantik und heile Welt gelesen.

Und für mich ist es tatsächlich hier in der Stadt der Engel: mein persönliches La La Land.

 

 

  • Where to go: Hollywood Boulevard, Beverly Hills, Santa Monica, Venice Beach – geht alles super mit der Stadtrundfahrt, Universal Studios

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