Sylt – neue Horizonte

Sylt – neue Horizonte

Diese Geschichte beginnt auf dem Hindenburgdamm. Mein Zug rattert von Sylt Richtung Festland und ich komme zu dem Schluss, dass ich dem Norden in meinem Leben bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt habe.
Der Kompass hat sich neu ausgerichtet.

Die Zeit auf Sylt war wie Ferien auf dem Ponyhof, zwar ohne Pony und ohne Hof, dafür aber mit langen Sommernächten, durch die Felder radeln, an Blumen riechen, Apfelkuchen essen und auf das Meer schauen.
Sitzt es sich besser als in einem Strandkorb mit einer leichten Brise um die Nase?
Ich weiß es nicht!
Hat man seinen Seelenfrieden verloren: ich bin sicher – hier findet er sich wieder.

Ich hatte meine schönste Yoga Praxis allein am Strand von Westerland, selbst die Möwen waren nicht an mir interessiert.
Pranayama mit Nordseeluft – ein 5* Yoga Retreat für lau.

Und da wir gerade beim Strand sind: wo gibt es denn bitte sowas? Endlose Dünen mit puderweichem Sand, knallgrüne Gräser direkt unter knallblauem Himmel, überlagert vom Duft der Heide…wer fährt noch mal nach Spanien?

Lieber Norden, du hast mich überzeugt und zwar vom ersten Augenblick!

Ich freue mich, wenn der Insulaner auch am späten Abend mit einem trockenen Moin auf dem Fahrrad an mir vorbeisaust, wenn ich voller Wonne in ein Fischbrötchen beiße und ich mir vorstelle, wie es wohl wäre die Düne auf dem Hintern runterzurutschen.
Abends, nach einem langen Tag auf unserem Ponyhof, schlafe ich mit zufriedenem Grinsen ein, während über unserem Dach lautstark zwei Möwen zanken und träume von den guten Zeiten auf Sylt.

Fazit: auch im hohen Norden wird’s einem manchmal ganz warm ums Herz.

(1000 Dank an meine liebe Freundin Nina für die Erweiterung meines Horizonts – nordwärts!)

To do:

  • radeln, radeln, radeln
  • tatsächlich die Düne auf dem Hintern runterrutschen
  • viele Fischbrötchen essen
  • morgens früh die Ruhe am Strand genießen
  • lässig im Strandkorb abhängen und ein kühles Blondes aus dem Norden trinken

Where to go:

  • Westerland – einfach nur damit man mal da war und um zukünftig noch ein wenig dramatischer „oh ich hab solche Sehnsucht“ trällern zu können
  • Keitum – wunderschönes Inseldörfchen mit Reetdachhäusern und Vorgärten wie aus House & Garden entsprungen
  • Kampen – ganz viel Schickimicki und Designerläden, Nettes fürs Auge, Schnappatmung für die Kreditkarte

 

Where to eat:

  • Kleine Teestube: überdimensionale Kuchen und ganz viel hier ist die Welt noch in Ordnung Gefühl
  • Buhne 16: Sundowner im Strandkorb gucken, besser gehts nicht mehr

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